Hast du schon mal einen Hobby Jäger gesehen?

Immer wieder kommt es vor, dass Jagdgegner und auch die Medien von sogenannten Hobby Jägern sprechen, was ist das? Die meisten Menschen haben irgendwelche Hobbys, vom Sport über häusliche Hobbys (Nähen, Stricken, Lesen usw.) bis zum Arbeiten (Drechseln) mit Holz und anderen Materialien.

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Nur die Jagd und der Umgang mit der Natur verbietet diese Hobby Bezeichnung, denn das ist vielmehr ehrenamtliche, harte Arbeit und Naturschutz zum Wohle der Gesellschaft und des Staates, der dadurch viele Millionen, die von ihm selbst übernommen werden müssten, einspart.  

Deshalb empfindet der allergrößte Teil der Jägerschaft dieses Hobby Geplänkel als Beleidigung ihres Standes und ihres Einsatzes zum Wohle der Natur und Umwelt.

Man sagt doch auch nicht Hobby- Arzt-Lehrer-Politiker-Arbeiter-Angestellter-Chef usw., denn das würden die Jagdgegner sofort als Beleidigung empfinden und anprangern.  

 

Die ehrenamtlich tätigen etwa 400.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland finanzieren zahlreiche Naturschutzmaßnahmen aus eigener Tasche und helfen, Tierseuchen und Wildschäden zu vermeiden. Für Steuerzahlende bedeutet dies jährlich eine Entlastung von mehreren hundert Millionen Euro. 

Seuchenprävention durch Monitoring und Impfaktionen, Verhütung von Wildschäden durch Reduktion von Wildbeständen oder Lebensraumverbesserung: Die ehrenamtlich tätigen knapp 400.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland erfüllen gesellschaftlich notwendige Aufgaben. Sie dämmen beispielsweise Wildschäden ein, indem sie Wildschweine, Rehe und Hirsche im Bestand reduzieren. Und sie beteiligen sich ehrenamtlich an Monitoringprogrammen - zum Beispiel im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest. Müssten staatliche Bedienstete diese Arbeit leisten, fielen hohe Kosten für die Steuerzahlenden an.

Ehrenamtliche Jagd ist 360 Millionen Euro wert

Ein flächendeckendes Wildtiermanagement ist nur mit der Jägerschaft möglich. Im Jagdjahr 2019/20 wurden bundesweit 1.223.169 Rehe und 882.231 Wildschweine erlegt. Die durchschnittlichen Einsatzzeit beträgt: 15 Stunden für ein erlegtes Reh und 20 Stunden für ein Wildschwein. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 10 Euro (unteres Lohnniveau) entspricht die ehrenamtliche Jagd einem Wert von 360 Millionen Euro - jährlich. Nicht eingerechnet sind beispielsweise die Verarbeitung von Wildbret oder Einsätze bei Wildunfällen. 

In Niedersachsen, einem der größten Bundesländer, erfüllen private Jägerinnen und Jäger beispielsweise 75 Prozent der gesamten Jagdquote für Hirsche, Rehe und Wildschweine im Wald. Ohne sie müsste jede Revierförsterin und jeder Revierförster in Niedersachsen jährlich die illusorische Anzahl von insgesamt mehr als 100 Rehen, Hirschen und Wildschweinen erlegen. Deutschlandweit sind Jagdende auf einer Fläche von 35 Millionen Hektar aktiv.

196 Millionen Euro für Artenschutz 

Weitere 196 Millionen geben die derzeit knapp 400.000 Jägerinnen und Jäger jedes Jahr aus eigener Tasche für Biotoppflege, Artenschutz und Verbissschutz für Bäume aus. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederbefragung des Deutschen Jagdverbandes. Demnach gibt jeder Jagende pro Jahr etwa 490 Euro dafür aus. Hier gibt es weitere Informationen zur Jagd und Jägerschaft.