Chronik der Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis e.V.

Erstellt am

Im Einwohnerbuch der Oberamtsstadt Schwäbisch Gmünd aus dem Jahre 1927 ist unter den aufgeführten Vereinen folgender Eintrag zu finden:


"Bezirksjägervereinigung, gegründet 1918. Vorstand Karl Butz, Reallehrer, Charlottenstr. 8; Kassier Karl Hirner, Amtsvorstand."


Weitere schriftliche Hinweise über die Gründung und die Folgejahre stehen uns nicht zur Verfügung.

Aus dem Vereinsregister des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd ist ersichtlich, dass sich die Jägervereinigung im Jahr 1952 eine Satzung gab. Kreisjägermeister war Baron Maximilian vom Holtz aus Alfdorf, sein Stellvertreter war Alfred Mayer, Oberforstrat in Schwäbisch Gmünd.


1974 Kreisjägermeister Julius Halder, Oberforstrat in Schwäbisch Gmünd, Stellvertreter Horst Müller aus Hönig


1985 Kreisjägermeister Werner Hegele aus Schwäbisch Gmünd, Julius Halder Stellvertreter


1996 Kreisjägermeister Albrecht Bucher aus Heuchlingen, Stellvertreter Gerd Eberle aus Schwäbisch Gmünd.


2002 Gerd Eberle schied als Stellvertreter aus und sein Amt übernahm Eugen Kuhn aus Bargau.


Bei der Hauptversammlung im Jahr 1975 gab sich der Verein den Namen "Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis". Die Satzung regelt Struktur, Aufgaben und Ziele der Jägervereinigung. Organe des Vereins sind der Vorstand, die Hauptversammlung und die Hegeringe. Zurzeit hat die Jägervereinigung Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis ca. 450 Mitglieder, die sich aus Erst- und Zweitmitgliedern aus allen Berufsgruppen unserer Bevölkerung zusammensetzen.



Aufgaben und Ziele

Zweck des Vereins ist die Förderung der freilebenden Tierwelt im Rahmen des Jagdrechts, sowie des Natur-, des Landschafts-, des Umwelt- und Tierschutzes.

Während der Winterzeit sind die Felder fast vollständig ausgeräumt, so dass sich die meisten Tiere in die Wälder zurückziehen. Auch dort finden sie keine reine Natur mehr, so dass vor allem das Schalenwild wie Rehe und Hirsche notgedrungen sich von Kulturpflanzen ernährt. Um solche Schäden zu verhindern oder zu minimieren, legen die Jäger Fütterungen mit artgerechtem Futter während der Notzeit an. Davon profitieren auch eine Reihe nicht jagdbarer Tiere wie Singvögel, Eichhörnchen und andere. Ebenso ist es notwendig, dass jagdbare Tiere, die keine natürlichen Feinde mehr haben und sich deshalb ungehindert vermehren, in ihrem Bestand durch die Jagd den forstlichen und landwirtschaftlichen Verhältnissen angepasst sind. Während des Winters schränken sich viele Tiere in ihrer Bewegungsaktivität ein, um Energie fürs Überleben zu sparen. Störungen durch Menschen und Hunde sind in dieser Zeit deshalb oft verhängnisvoll, weil durch eine Flucht viel Energie verbraucht wird. Verstärkte Nahrungsaufnahme auch an Kulurpflanzen mit dadurch entstehenden Schäden oder in manchen Fällen auch ein Verenden dieser Tiere ist die Folge. Deshalb bitten Jäger die Bevölkerung immer wieder, vor allem im Winter bei Aufenthalten im Wald unbedingt auf den Wegen zu bleiben.

In vielen Orten pflanzen Jäger aus Eigenmitteln Hecken und Naturstreifen, wenn geeignete Flächen vorhanden sind. Dadurch finden viele Tiere eine natürliche Deckung und Äsung, ohne dass dabei durch Verbiss Schäden entstehen.

Jagd ist notwendig, 

da die Selbstregulation in unserer Kulturlandschaft nicht mehr funktioniert.


Jagd ist Naturschutz,

da zu ihr die Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume aller freilebenden Tiere gehört.


Jagd ist Wildtier- und Artenschutz,

da der Jäger eine große Anzahl von Tierarten hegt und schützt.


Jagd ist nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.


Jagd ist Teil unserer Kultur