Kreisjägermeister ( KJM) Martin Lang begrüßte die über hundert anwesenden Mitglieder und Jungjäger, zur ordentlich einberufenen Mitgliederjahreshauptversammlung.
Die Jagdhornbläsergruppe eröffnete den Abend musikalisch mit dem Signal „Begrüßung“ und zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder „Jagd vorbei“ und dem „Halali“ wobei der Kreisjägermeister die Versammlung bat, sich zu einer Gedenkminute von den Plätzen zu erheben.
Er weist in seinem Rechenschaftsbericht darauf hin, dass das abgelaufene Jahr wieder geprägt war durch den Weiterbau des Schieß- und Informationscenters Hölltal. Es steht noch der größte und schwierigste Teil, nämlich die Fertigstellung der Schrotschussanlage, mit Trap, Skeet und Kipphase Disziplinen, an.
Dass bis zur Eröffnung zusammen mit dem Schützenverein auch noch einiges an Eigenleistung erbracht werden muss, sprach er als dringend an und bat alle arbeits- und handwerksfähigen Mitglieder noch mal um tatkräftige Mitarbeit.
Er lobte die Arbeit und Teilnahme an vielen Events mit der Jagdhornbläsergruppe, Hundegruppe, Kinderferienprogrammen usw. die von der Öffentlichkeit stets bestens an- und aufgenommen werden.
Celestino Piazza, zweiter Vorsitzender und bauleitender Architekt, erklärte dann anschließend die Technik der Schrotschussanlage und die etwaigen Kosten des Weiterbaues. Durch eine schiefe Ebene können die Tontauben leicht eingesammelt, entsorgt und das Blei recycelt werden. Auch sind die Finanzierungen und das Eigenkapital so, dass der Bau der Schrotanlage fertig gestellt werden kann. Mit Blei kann geschossen werden, dies ist inzwischen genehmigt, genauso wie ein Zuschuss vom LJV und Regierungspräsidium.
Für die Verzögerungen rund um den Weiterbau machte er zum einem großen Teil die nicht voraussehbaren Wetterverhältnisse, letztes Jahr z.B. Unwetter, die die ganze Brücke weggerissen haben und Gäste aus dem Hölltal sogar evakuiert werden mussten, und den Boden (Knollenmergel) verantwortlich. Dieses Erdreich schiebt bei Nässe immer wieder Erdschichten nach und bringt ganze Hänge und Böschungen zum Einsturz, welche dann neu ausgebaggert und befestigt werden müssen. Er verspricht der Versammlung und all seinen Mitgliedern jetzt einen zügigen Weiterbau und die absehbare Fertigstellung der bis weit über unsere Region hinaus einzigartigen und modernsten Schrotschiessanlage. Auch er bittet noch mal um tatkräftige Mitarbeit zur Bewältigung der in der Finanzierung mit eingeplanten Eigenleistungen.
Jürgen Rupp (Schatzmeister und Kassier) berichtet im Detail über Einnahmen und Ausgaben des Vereins und betont, dass gut gewirtschaftet wurde und wir auch durch die Umlage für unser großes Ziel finanziell gewappnet sind, um dieses für den Schützenverein und die JV „Jahrhundert Bauwerk“ stemmen zu können. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen fordert auch er jedes einzelne Vereinsmitglied noch mal zur Zusammenarbeit auf und bittet alle darum an einem Strang zu ziehen um das Projekt zum Abschluss zu bringen.
Die Kassenprüfer Andrea Ott und Alex Wörner bestätigten ihm eine einwandfreie und tadellose Kassenführung, bei der alle Belege , sowie Einnahmen und Ausgaben übersichtlich und korrekt abgelegt und geordnet vorgefunden wurden.
Christoph Wahl (Schriftführer) teilt mit, dass der Vorstand sich zu fünf Sitzungen getroffen hat, wobei das Hauptthema immer der Hölltal Bau war und zum Teil hitzige Diskussionen einiger Ausschussmitglieder herauf beschworen hat. Man war sich aber dann wieder einig, dass das Gegeneinander nichts bringt und wir nur gemeinsam vorwärts kommen. Das Mitwirken unserer einzelnen Gruppen, kam bei Festen und Veranstaltungen bei den Kindern, ihren Eltern und den anderen Besuchern stets gut an.
Thomas Thumm Hegeringleiter West und Hauptorganisator des Vorbereitungskurses zur Erlangung des Jagdscheines. Er lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Ausbildern und den Schülern, von denen zwölf zur Prüfung angetreten waren und alle bestanden haben. Dies sagt schon einiges über die Qualität unserer Schulung aus und bestätigt auch den hohen stets den neuen Gesetzen anzupassenden Wissenstand der Lehrer. Die Schüler arbeiteten diszipliniert und wissensdurstig mit, so dass dieses tolle Ergebnis zu Stande kam. Dies spricht sich rum, zum neuen diesjährigen Kurs, der im Herbst beginnt, haben sich ohne Werbung schon fünf Interessenten fest angemeldet. Im vergangenen Jahr haben in B.-Wttbg. 1.242 Personen aus allen beruflichen Schichten die staatliche Jägerprüfung absolviert. Zuvor haben sie eine anspruchvolle Ausbildung durchlaufen. In vielen Unterrichtseinheiten haben sie alles gelernt, was ein moderner Jäger als Wildtiermanager, anerkannter Naturschützer, Waffenkundiger und Lebensmittelunternehmer wissen muss.
Werner Rupp ( Pressereferent) Dass jeder einzelne Jagdscheininhaber in hohem Maße das Erscheinungsbild der Jäger in der Öffentlichkeit mit prägt und verantwortlich ist, betonte er selbstkritisch. Jäger tun viel freiwillig und kostenlos für den Tier- und Naturschutz, was der Allgemeinheit zu Gute kommt. Jagd ist dringend notwendig, denn sonst würde das Ökosystem zusammenbrechen, was ja auch die roten Listen verschiedener heimischer Vogelarten, Reptilien, Frösche, Lurche usw. jetzt schon zeigen. Trotzdem haben wir immer wieder mit Anschlägen auf unser Eigentum (Jagdeinrichtungen), wie vor Kurzem in Lorch wieder geschehen, dort wurden Hochsitze umgerissen und verbrannt, zu kämpfen. So was ist nicht nur für Jäger lebensgefährlich, sondern auch für Kinder oder Personen, die sich im Wald aufhalten. Er wehrt sich gegen das immer wieder im Internet oder in mancher Regenbogenpresse zu lesende Unwort „Hobby-Jäger“? –weit gefehlt- Mit Briefmarkensammeln oder Schachspielen ist ein derartiges Maß an Aufwand und Verantwortung nicht zu vergleichen. Jäger übernehmen öffentliche Aufgaben und dessen sind sie sich bewusst. Trotz des Internets, wo Stefan Herrmann unsere Hompage pflegt und für die Besucher sehr interessant und aktuell hält, arbeite ich gut und auch mit der heimischen Presse zusammen, was auch bestimmt auf Dauer so bleiben wird und für die Öffentlichkeitsarbeit unverzichtbar ist.
Elke Lohmüller (Hundeobfrau) berichtete anschließend von den Aktionen der Hundegruppe, die sie zusammen mit Hans Schürle durchführt. Auch in diesem Jahr findet wieder ein Vorbereitungskurs für Jagdgebrauchshunde statt. Prüfung ist im Herbst. Sie ist auch im Vorbereitungskurs zur Jägerprüfung im Fach Jagdhunde tätig, wo mit viel Praxis gelehrt wird und sie freut sich, dass in der Hundegruppe stets die Geselligkeit auch nicht zu kurz kommt und eine gute Kameradschaft herrscht. Die öffentlichen Auftritte der verschiedenen Jagdhunderassen, die vom Gesetzgeber zur Ausübung der Jagd vorgeschrieben sind, kommen bei der Bevölkerung stets besonders gut an.
Peter Fiebig (Jugendobmann) war an vielen Aktivitäten der Jugend beteiligt. Kinderferien in Lorch in der Kleingärtneranlage „Finster Hölzle“ viele Schulklassenbesuche, sowie mit Jugendlichen im Walde auf Entdeckungstour und den Wald Hören, Riechen und Schmecken lernen, standen auf dem Programm und begeisterten und schulten die Kids und ihre Eltern.
Anschließend wurden die Vorstandsmitglieder von der Versammlung entlastet. KJM Martin Lang und zweiter Vorsitzender Celestino Piazza nahmen dann die Ehrungen vor und überreichten die Urkunden und entsprechenden Ehrennadeln.
50 Jahre: Alfred Baumhauer, Bargau
40 Jahre: Martin Boxriker, GD
Franz Bühlmaier, Göggingen
Wilhelm Grimminger, Mögglingen
Joachim Hirsch, Michigan USA
Armin Lämmle, Bettringen
Hermann Maihöfer, Hussenhofen
Georg Nuding, Großdeinbach
Friedrich Rühl, Heubach
Manfred Schmid, Göggingen
Carlheinz Starz, Göggingen
Peter Zidorn, Spraitbach
25 Jahre: Hans Bieler, GD
Herbert Bielesch, Herlikofen
Jochen Haug, Lorch
Andreas Hermann, Wustenriet
Willi Hirner, Metlangen
Uwe Holz, Ottenbach
Celestino Piazza, Herlikofen
Christian Walczuch, Metlangen
Am Ende der Sitzung wurden den Kursteilnehmern ihre Jägerbriefe zum sogenannten bestandenen „Grünen Abitur“ ausgehändigt und sie bekamen noch einige gute Ratschläge mit auf ihr nun beginnendes Jägerleben. Dass das Lernen mit der Jägerprüfung noch nicht beendet ist, war allen klar. Beim Landesjagdverband und seinen Kreisvereinen kann man praktische Erfahrungen, sowie in der letztes Jahr neu gegründeten Akademie für Wild, Jagd und Natur, sammeln.
Kurssprecher Max Lohmüller bedankte sich mit einer lustig vorgetragenen Rede und einem Präsent, im Namen des Kurses, bei den Ausbildern, die nach seiner Meinung manchmal eine Menge Geduld und Nachsicht aufbringen mussten, um allen das nötige und erforderliche Wissen und die Praxis zu vermitteln.
Als Ausbilder tätig sind in der JV Schwäbisch Gmünd:
Elke Lohmüller für Hunde, Frau Dr. Herzog, Wildkrankheiten, Thomas Thumm, Haarwild, Andi Herrmann, Federwild, Jörg Vetter, Wald, Natur, Umwelt, die Herren Stier und Fischer, Jagdrecht, Gesetz und Jagdgesetz, Ben Schneider, Waffen und Schiessen.
Jägerprüfung bestanden haben:
Katharina und Daniel Bauer aus Durlangen, Harry Baumann, Großdeinbach, Christoph Eggenrieder, Iggingen, Rainer Gunesch, Schorndorf, Max-Fabian Hinderer, Burgholz, Maximilian Lohmüller, GD, Christa Maile, Aalen, Bastian Munz, Schorndorf, Jan Pradel, Gschwend, Herbert Waibel, Waldstetten und Marcel Weller, Gschwend.

