Das vom Landesjagdverband ins Leben gerufene Artenschutzprogramm unter dem Motto "Naturschutz vom Landwirt und Jäger" blüht.
Fünf Monate nach einem rasanten Start stehen jetzt landesweit ca. 900 ha Stilllegungsflächen in voller Blüte. Mit ihrer Farbenpracht erfreuen sich nicht nur Jäger und Landwirte, sondern viele Menschen, die in der jetzt ansonsten ausgeräumten Feldflur Erholung suchen. Viel wichtiger aber ist, dass hier artenreiche Lebensräume entstanden sind, die einer Unzahl von Lebewesen Nahrung und Deckung geben - angefangen vom kleinsten Insekt über den Hasen bis zum Reh- und Schwarzwild (Wildschweine).
Da nach den EU-Bestimmungen die in diesem Jahr eingesäten Flächen nicht gemulcht oder gemäht werden müssen, sind sie bis ins kommende Frühjahr wahre Lebens- und Überlebensinseln. Insbesondere Zugvögeln wird das große Samenangebot sehr willkommen sein. Das Artenschutzprogramm des LJV wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Leider wurde das Programm in unserer Region noch nicht in dem gewünschten Maße angenommen. Jäger und Landwirte sollten daher schon jetzt über Stilllegungsflächen sprechen und sich an der Aktion beteiligen. Mit jeder kleinen Fläche auch an Waldrändern tun wir Gutes an unserer ansonsten arg gebeutelten Natur.
Für die Landwirte heißt dies i.d.R. kostenloses Saatgut, und die Felder verbleiben in einem ordnungsgemäßen, landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand im Sinne der Cross-Compliance-Verpflichtung mit der Option, den Aufwuchs in Futternotzeiten verfüttern zu dürfen.
In unserer Jägervereinigung wurde das Projekt bislang in 3 Revieren, versuchsweise und erfolgreich durchgeführt und bildlich dokumentiert vom Biotopobmann, Klaus Wacker
Revier Herr Bucher
Revier Herr Merkel
Revier Herr Sorg
