Wald und Feld sind jetzt eine große Kinderstube für Wildtiere

Die KJV Schwäbisch Gmünd bittet alle Mitbürger zum Schutz des Nachwuchses von Wiltieren beizutragen.

Erstellt am 15.05.2019

Die KJV GD und ihr Pressereferent Werner Rupp bitten deshalb alle Mitbürger sich in der Natur so zu verhalten, dass freilebende Tiere, die jetzt ihre Nachkommen groß ziehen und dies mit viel Stress und Energieverbrauch machen müssen, nicht noch mehr durch Sportler, Radfahrer usw. die quer durch Wald und Wiese ziehen, zu belasten. Besonders unangenehm sind für Mensch und Tier; Hundebesitzer die ihre Vierbeiner frei laufen lassen und auch noch die Wege verlassen. Dieses Verhalten kann nicht toleriert werden und wird auch zur Anzeige gebracht. Übrigens die Grundbesitzer (Landwirte) schimpfen oft noch mehr wie die Jäger über so ein Verhalten und meinen, diesen Hundefreunden sollte man auch mal so eine Meute durch ihre Gärten jagen. Auch wenn fast jeder Hundebesitzer (ob Dogge oder Pekinese) behauptet, mein Hund macht nichts und will nur spielen, werden jährlich hunderte Rehe und Hasen gerissen und auch Menschen angefallen. Jedem Hund ist ein Jagdtrieb angeboren. Die KJV lobt auch die meisten Hundefreunde, die ihren treuen Begleiter anleinen und so stets auf ihn einwirken können, aber jeder Waidgenosse kann auch von haarsträubenden Geschichten über nicht zu überzeugende Zeitgenossen und deren rücksichtslosem Wirken in der Natur berichten.   

Wildtiere retten – Mähtod vermeiden

Risikoreich für den Nachwuchs von Feldhase und Reh, aber auch für am Boden brütende Vogelarten wie  Uferschnepfe, Wiesenweihe oder die Feldlerche ist die jetzt anstehende Frühjahrsmahd, wenn nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Die Strategie „Ducken und tarnen“ schützt Jungtiere vielleicht vor natürlichen Feinden, aber nicht vor dem Mähwerk.
 
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die Arbeitsgemeinschaft der Baden-Württembergischen Bauernverbände, der Landesjagdverband  die Wildforschungsstelle des Landes und die Kreisjägervereinigung Schwäbisch Gmünd rufen deshalb Landwirte und Jäger zur Zusammenarbeit auf, um Mähverluste bei Wildtieren und Gelegen zu vermeiden:
 
Wenn Landwirte ihren Jagdpächtern Mähtermine rechtzeitig melden, können die Jäger kurz vor der Mahd die Flächen mit ausgebildeten Jagdhunden absuchen und Jungtiere oder Gelege in Sicherheit bringen oder die Flächen mit Blinklichtern, Flatterbändern, Flattertüten und ähnlichen Scheuchmitteln für das Wild unattraktiv machen.
 
Eine geänderte Mähtechnik kann – wie Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen – ebenfalls zur Rettung von Wildtieren beitragen: Werden Schläge konventionell von außen nach innen gemäht, ziehen sich junge Wildtiere erfahrungsgemäß in das vermeintlich sichere Zentrum der Mähfläche zurück – und werden dort schließlich vermäht. Bei einer Mahd, die innen im Schlag beginnt, wird Jungwild jedoch geradezu nach außen gedrückt und kann sich damit in Sicherheit bringen.

 

Vielen Dank und Grüße

 

Werner Rupp

Erstellt am 15.05.2019
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