Bitte Hunde anleinen!

Die Jägervereinigung (JV) Schwäbisch Gmünd warnt durch ihren Pressereferenten Werner Rupp: Rehkitz und Junghase sind jetzt noch leichte Beute für frei laufende Hunde.

  • Reh Kitz

    Reh Kitz

Erstellt am 19.05.2019

Immer wieder kommt es vor, dass Hunde, die nicht im Einwirkungsbereich, ihrer Besitzer oder ausgebüchst sind Alt- und Jungtiere (Kitze) reißen auffressen oder grausam verstümmeln.

So geschehen jetzt wieder in Leinzell, wo Muttertiere und ihre Nachkommen zu Tode kamen. Diese Bilder sind für die Revierinhaber wahrlich ein abscheulicher Anblick

 

„Er will nur spielen“: Oft hören Jäger diese Antwort von Hundebesitzern, die sie in freier Natur auf ihre freilaufenden Vierbeiner ansprechen. Das Spiel des Hundes ist angeboren und dient dem Erlernen des Beute machen – wie bei seinem wilden Verwandten-, dem Wolf.

 

Wildtiere finden  dieses Spiel gar nicht lustig. Junge Wildtiere wie Rehkitz und Junghase vertrauen in dieser Jahreszeit auf ihre tarnende Fellzeichnung und ihren noch nicht ausgebildeten Körpergeruch. Sie fliehen nicht vor einer Gefahr, sondern „drücken“ sich, das heißt, sie bleiben regungslos liegen und hoffen, nicht entdeckt zu werden. Kommt Mensch oder Hund einem solchen Fellbündel doch einmal so nahe, dass es die Flucht ergreift, ist es – zumindest gegenüber einem Hund –  zu spät. Auch bei einem kreuzbraven Stubenhund kann dann spontan der Jagdtrieb durchbrechen.

 

Die JVGD appelliert deshalb an Hundebesitzer, während der Aufzuchtzeit von Jungwild, die noch bis etwa Mitte Juli dauert, beim Spaziergang in Wald und Feld  auch folgsame Hunde an die Leine zu nehmen. Das LJG schreibt vor, dass Hunde verlässlich im Einwirkungsbereich ihres Halters bleiben müssen. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können angezeigt werden. Auf Nummer sicher geht, wer seinen Hund freiwillig anleint und die vielen ausgewiesenen Wege nicht verlässt. Wer sich so verhält leistet einen großen Beitrag unsere Natur in der jetzigen Art zu erhalten, dass sich auch unsere Nachkommen noch an ihr erfreuen und erholen können.

 

Wir wissen, sagt Werner Rupp  dass sich die meisten Erholungssuchenden  korrekt in Wald und Flur verhalten und sich selbst über das Auftreten mancher  Zeitgenossen, die sich auch  nicht überzeugen lassen, regelmäßig ärgern. Die JV ist gerne bereit in Gesprächen Aufklärung zu betreiben, sprechen Sie deshalb die Jagdausübungsberechtigten (Revierpächter) an, um in einem aufklärenden Gespräch die Notwendigkeit gegenseitiger Interessen unter einen Hut zu bringen. Dies sollte unter normal denkenden Menschen und im Sinne der Erhaltung einer artenreichen Natur möglich sein bzw. ist dringend notwendig.

 

Vielen Dank im Voraus und Grüße

 

Werner Rupp

Erstellt am 19.05.2019
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